Siemens reduziert Beteiligung an Siemens Energy und überträgt an Pensionsfonds

Siemens reduziert Anteil an Siemens Energy und überträgt auf Pensionsfonds

Der Technologiekonzern Siemens hat angekündigt, seinen Anteil an Siemens Energy weiter zu reduzieren. In diesem Zusammenhang werden weitere acht Prozent an den eigenen Pensionsfonds übertragen. Damit sinkt der Anteil von Siemens Energy, das 2020 von Siemens abgespalten werden soll, auf 17,1 Prozent.
Siemens Energy kämpft seit einigen Jahren mit Problemen im Windenergiegeschäft, die zu erheblichen Verlusten führten und auch den Mutterkonzern Siemens belasteten. Die Reduzierung der Beteiligung an Siemens Energy wird von Analysten positiv bewertet. Durch diesen Schritt kann sich Siemens weiter von den Problemen des Energietechnikunternehmens distanzieren und seine Gewinn- und Verlustrechnung verbessern.
Die Aktienkurse der beiden im DAX gelisteten Unternehmen reagierten auf die Nachricht. Die Siemens-Aktie legte um 1,8 Prozent zu, die Aktie von Siemens Energy notierte zuletzt 0,1 Prozent im Plus. Allerdings hatte Siemens Energy im Jahr 2024 deutliche Verluste hinnehmen müssen. Nach mehreren Gewinnwarnungen und Stützungsmaßnahmen durch die deutsche Regierung, Banken und den ehemaligen Mutterkonzern verlor das Unternehmen in diesem Jahr rund 37 Prozent an Wert. In den letzten drei Jahren hat Siemens Energy sogar mehr als die Hälfte seines Wertes eingebüßt.
Siemens hatte bereits angekündigt, seinen Anteil an Siemens Energy zu reduzieren. Ende Juni wurden bereits 6,8 Prozent der Anteile an den Pensionsfonds übertragen. Im Zuge dieser Transaktion hat Siemens-Finanzvorstand Ralf Thomas auch sein Aufsichtsratsmandat bei Siemens Energy niedergelegt. Diese Maßnahmen sollen dazu beitragen, die Probleme im Windkraftgeschäft zu lösen und die verbleibenden Geschäfte in den Bereichen Gas, Netze und Industrielle Transformation zu stärken.
Siemens Energy musste in den vergangenen Jahren seine Ergebnisprognosen immer wieder nach unten korrigieren, weil die Probleme im Windkraftgeschäft nicht in den Griff zu bekommen waren. Um Aufträge abarbeiten zu können, musste das Unternehmen Garantien in Milliardenhöhe von Staat und Banken erhalten, wobei auch Siemens als ehemaliger Mutterkonzern involviert war. Siemens sicherte ein mögliches Ausfallrisiko der Bürgschaften von bis zu einer Milliarde Euro ab.
Die Reduzierung des Siemens-Anteils an Siemens Energy und die Übertragung auf den Pensionsfonds sind Teil der Bemühungen von Siemens, sich von den Herausforderungen im Windenergiegeschäft zu lösen und sich auf andere Geschäftsfelder zu konzentrieren. Diese Maßnahmen sollen dazu beitragen, die Profitabilität von Siemens zu steigern und das Unternehmen wieder auf einen soliden Wachstumspfad zu bringen.

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