Ruhiger Handelstag: Adidas und Gaming-Aktien im Minus

MÄRKTE EUROPA/Ruhe – Adidas und Gaming-Aktien brechen ein

Die europäischen Aktienmärkte zeigten sich am Freitag sehr ruhig, da der letzte Handelstag vor den Weihnachtsfeiertagen nur zu kleineren Positionsanpassungen führte. Die meisten Aktien im DAX verzeichneten nur geringe Kursveränderungen, mit Ausnahme von Adidas und Zalando, die nach schwachen Zahlen von Nike deutliche Kursverluste hinnehmen mussten.

  • Der DAX notierte kaum verändert mit einem Minus von 5 Punkten bei 16.681 Zählern, der Euro-Stoxx-50 verlor 0,2 Prozent auf 4.516 Punkte.

Schlechter Ausblick von Nike belastet Adidas, Puma & Co.
Einen deutlichen Kursrückgang von 5,5 Prozent verzeichneten Adidas. Der schwache Ausblick des US-Konkurrenten Nike belastete das Unternehmen. Nach einem guten zweiten Quartal ist Nike bei den Umsatzerwartungen für das zweite Halbjahr vorsichtiger geworden. Es wird erwartet, dass Nike in den USA einen Kursrückgang von 12 Prozent verzeichnet.

  • Die Analysten von RBC sind der Ansicht, dass die gesenkten Umsatzprognosen auf eine schwächer als erwartete Verbrauchernachfrage in allen Märkten hindeuten, was sich negativ auf die Konkurrenten auswirken werde. Die Kollegen von Jefferies sehen den Ausblick von Nike als belastend für die deutschen Wettbewerber, da sie nun mit Preisnachlässen rechnen und die Margen schrumpfen. So mussten auch Puma ein Minus von 5,8 Prozent und JD Sports in London ein Minus von 5 Prozent hinnehmen.

Schwache Konsumnachfrage belastet Zalando und Delivery Hero.
Aufgrund der schwachen Konsumnachfrage verzeichneten Zalando ein Minus von 7 Prozent und Delivery Hero ein Minus von 5,6 Prozent. Deutsche Konsumumfragen zeigten zuletzt, dass die Verbraucher wieder verstärkt in die Geschäfte gehen, was die Erwartungen an das Umsatzwachstum im Online-Handel dämpft.
China schützt Kinder – Computerspiele-Aktien brechen ein.
Die Aktien der Investmentfirma Prosus fielen um 17 Prozent, weil sie den größten Anteil an der chinesischen Spielefirma Tencent hält. Die Aktie brach in Hongkong um mehr als 12 Prozent ein, nachdem Peking Entwürfe zur Regulierung der Online-Spielindustrie veröffentlicht hatte. Die Regulierungen sehen Beschränkungen für Anreize zum Spielen oder Geldausgeben vor.

  • Experten sehen Computerspiele als Ursache für zahlreiche andere Probleme in China, etwa die hohe Jugendarbeitslosigkeit oder die niedrigen Geburtenraten. Die neuen Regeln bedeuten aber auch, dass viele Erlösmodelle der Unternehmen nicht mehr wie bisher funktionieren werden.

In Paris verzeichnete Ubisoft ein Minus von 4,2 Prozent, erholte sich aber bereits von noch tieferen Kursen zu Handelsbeginn. Restriktionen wie in China könnten die Wachstumshoffnungen für das Geschäftsmodell Games-as-a-Service zunichte machen. Logitech verloren 3,2 Prozent, da die Umsätze des Schweizer Unternehmens eng mit der Spieleindustrie korrelieren.
Schliessende Aktienindizes und Obligationenmarkt:

  • Der Euro-Stoxx-50 verlor 0,2 Prozent auf 4.515,78 Punkte.
  • Der DAX notierte nahezu unverändert bei 16.682,87 Punkten.
  • Der MDAX verlor 1,3 Prozent auf 26.878,72 Punkte.
  • Der TecDAX verlor 0,5 Prozent auf 3.308,23 Punkte.
  • Der SDAX verlor 0,3 Prozent auf 13.717,10 Punkte.
  • Der FTSE stieg um 0,1 Prozent auf 7.701,23 Punkte.
  • Der CAC blieb nahezu unverändert bei

    MÄRKTE EUROPA/ruhig – Adidas und Gaming-Aktien im Minus

Die europäischen Börsen haben am Freitag einen ruhigen Handel mit nur geringen Veränderungen verzeichnet. Am letzten Handelstag vor den Weihnachtsfeiertagen kam es lediglich zu kleineren Positionsanpassungen. Allerdings gab es auch Ausnahmen: Adidas und Gaming-Aktien mussten deutliche Kursverluste hinnehmen.
Adidas und Zalando nach schwachen Nike-Zahlen unter Druck
Ein deutliches Minus von 5,26 Prozent verzeichneten die Aktien von Adidas. Dies war eine Reaktion auf die schwachen Zahlen des US-Konkurrenten Nike. Nach einem erfolgreichen zweiten Quartal senkte Nike seine Umsatzerwartungen für das zweite Halbjahr, woraufhin der Aktienkurs in den USA um 12 Prozent einbrach.
Analysten sorgen sich um die Auswirkungen dieser Entwicklung auf die Konkurrenten. Die Analysten von RBC sind der Meinung, dass die gesenkte Umsatzprognose von Nike auf eine schwächer als erwartete Nachfrage hindeutet, was sich negativ auf die Konkurrenten auswirken könnte. Die Analysten von Jefferies rechnen nun mit Preisnachlässen bei den deutschen Konkurrenten und einer Beeinträchtigung der Margen. So mussten auch Puma ein Minus von 5,8 Prozent und JD Sports in London ein Minus von 5 Prozent hinnehmen.
Schwache Konsumnachfrage setzt Zalando und Delivery Hero zu
Der Online-Modehändler Zalando musste ein Minus von 7 Prozent hinnehmen, während der Essenslieferdienst Delivery Hero einen Rückgang von 5,6 Prozent verzeichnete. Die schwache Konsumnachfrage hat die Erwartungen an das Umsatzwachstum im Online-Handel gedämpft. Jüngste Umfragen unter deutschen Verbrauchern deuten darauf hin, dass sie wieder vermehrt Geschäfte aufsuchen und weniger online einkaufen.
Chinesische Regulierung lässt Spieleaktien einbrechen
Die Aktien der Holdinggesellschaft Prosus fielen wegen ihrer größten Beteiligung, dem chinesischen Spieleunternehmen Tencent, um 17 Prozent. Die Aktien von Tencent fielen in Hongkong um mehr als 12 Prozent, nachdem die chinesische Regierung Pläne zur Regulierung des Online-Spielsektors veröffentlicht hatte. Die neuen Regelungen sehen vor, die Anreize für das Spielen und das Ausgeben von Geld einzuschränken.
Experten sehen in der strengeren Regulierung eine Reaktion auf die Probleme, die mit Computerspielen in China verbunden sind, wie etwa die hohe Jugendarbeitslosigkeit und die niedrigen Geburtenraten. Die neuen Regeln könnten aber auch die Erlösmodelle der Unternehmen beeinträchtigen.
Aktienindizes und Anleihenmarkt schließen
Der Euro-Stoxx-50 verzeichnete ein Minus von 0,2 Prozent auf 4.516 Punkte, während sich der DAX mit einem Minus von 5 Punkten auf 16.681 Zähler kaum veränderte. Der MDAX verlor 1,3 Prozent auf 26.878 Punkte, der TecDAX 0,5 Prozent auf 3.308 Punkte und der SDAX 0,3 Prozent auf 13.717 Punkte. Der FTSE stieg um 0,1 Prozent auf 7.701 Punkte, während der CAC bei fehlenden Punkten nahezu unverändert blieb.

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