Europäische Märkte halten sich knapp, BASF verfehlt Erwartungen

Europäische Märkte halten sich knapp, BASF verfehlt Erwartungen

Die europäischen Aktienmärkte schlossen knapp behauptet, während die Aktie des Chemiekonzerns BASF enttäuschte.

Aktienmärkte mit leichten Verlusten

Der DAX verlor 0,1 Prozent und schloss bei 16.555 Punkten. Der Euro-Stoxx-50 gab ebenfalls um 0,1 Prozent auf 4.448 Punkte nach. Die Anleger reagierten positiv auf die Nachricht, dass sich der US-Kongress auf Details der Übergangsfinanzierung bis Anfang März geeinigt hat, um einen Regierungsstillstand zu vermeiden. Der US-Technologieindex Nasdaq-100 erreichte ein neues Rekordhoch. In Europa führten die Technologiewerte mit einem Plus von 0,6 Prozent die Gewinner an.

BASF enttäuscht mit schwachem Ergebnis

Die BASF-Aktie verlor 1,4 Prozent, nachdem der Konzern im vergangenen Jahr sowohl die eigenen Schätzungen als auch die Prognosen der Analysten verfehlt hatte. Die schwachen Zahlen der BASF kamen nicht überraschend, da der Konzern unter dem konjunkturellen Gegenwind litt. Der Aktienkurs hat in diesem Jahr bereits mehr als 10 Prozent verloren. Die Analysten von Citi rechnen mit einer weiteren Verschlechterung des Geschäfts von BASF im ersten Halbjahr 2024 und revidieren ihre Prognose für das bereinigte EBIT nach unten.

Deutsche Bank Empfehlungen für Technologieaktien

Ulrich Stephan von der Deutschen Bank empfiehlt, bei Rücksetzern Positionen aufzustocken. Er betont, dass die «Magnificent Seven» – bestehend aus Microsoft, Amazon, Meta, Apple, Alphabet, Nvidia und Tesla – trotz der Rally immer noch relativ günstig bewertet sind. Ihr erwartetes Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt bei rund 27, während es in den Jahren 2020 bis 2022 Werte von über 35 erreichen wird. Die Margen der sieben größten Tech-Unternehmen liegen derzeit bei über 20 Prozent und könnten durch den Einsatz künstlicher Intelligenz weiter steigen. Zudem sind diese Unternehmen im Durchschnitt schuldenfrei und verfügen über solide Finanzreserven.

Analysten stufen Ericsson und Nokia herab

Die Aktien von Ericsson und Nokia verzeichneten Verluste, nachdem die Analysten von Barclays ihr Votum für beide Unternehmen auf «Underweight» gesenkt hatten. Die Umsätze der Telekommunikationsausrüster im Bereich Radio Access Networks (RAN) in Nordamerika sind im vergangenen Jahr um fast die Hälfte eingebrochen. Die Analysten befürchten nun, dass sich diese Entwicklung in Indien wiederholen könnte. Sie prognostizieren einen Rückgang der RAN-Umsätze von Ericsson und Nokia um rund 40 Prozent bis 2024.

Reise und Freizeit leicht im Plus

Der Sektor der Reise- und Freizeitwerte legte um 0,2 Prozent zu. Die Aktie von Flutter legte um weitere gut 3 Prozent zu, nachdem sie bereits am Vortag kräftig gestiegen war.

Schlusskurs

Die europäischen Aktienmärkte schlossen knapp behauptet, wobei die BASF-Aktie enttäuschte. Die Technologiewerte zeigten sich robust, während Ericsson und Nokia mit Umsatzrückgängen zu kämpfen hatten. Der Reise- und Freizeitsektor verzeichnete leichte Gewinne. Die Anleger reagierten positiv auf die Einigung des US-Kongresses zur Übergangsfinanzierung.

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