Das Land Niedersachsen gewährt Soforthilfen: Hilfe für Betroffene in akuter Not

Niedersachsen gewährt Fluthilfe

Das Land Niedersachsen hat Soforthilfen für Privatpersonen beschlossen, die durch die Hochwasserkatastrophe der vergangenen Wochen in akute Not geraten sind. Die entsprechende Richtlinie sei dem Haushaltsausschuss des Landtages vorgelegt worden und werde in Kürze in Kraft treten, teilte das Niedersächsische Umweltministerium mit.

Details zur Soforthilfe

Mit den Soforthilfen sollen Menschen unterstützt werden, die zum Beispiel ihr Mobiliar ersetzen müssen, kurzfristig umziehen müssen oder durch dringende Reparaturen in eine finanzielle Notlage geraten sind. Niedersachsens Umweltminister Christian Meyer (Grüne) betonte, dass das Land zusammenstehe und helfe.
Anträge auf Soforthilfe können bei den zuständigen Landkreisen und kreisfreien Städten gestellt werden. Außerdem hat die Landesregierung einen Nachtragshaushalt beschlossen, der Entschädigungen, Reparaturen und Verbesserungen beim Hochwasser- und Katastrophenschutz ermöglicht. Die Soforthilfen können bereits vor Verabschiedung des Nachtragshaushaltes ausgezahlt werden.

Voraussetzungen und Höhe der Soforthilfen

Die Soforthilfe als Billigkeitsleistung richtet sich ausschließlich an Privatpersonen und dient der Überbrückung vorübergehender, akuter Notlagen in den Bereichen Unterkunft und Lebensunterhalt. Sie dient u.a. der finanziellen Bewältigung von notwendigen Haushaltsgegenständen (Hausrat) oder sonstigen Maßnahmen.
Die Höhe der Soforthilfe richtet sich nach dem entstandenen Gesamtschaden. Ist ein Schaden von voraussichtlich mindestens 5.000 Euro entstanden, wird eine Soforthilfe von mindestens 1.000 Euro und höchstens 2.500 Euro pro Haushalt gewährt. In besonders akuten Notlagen kann unter bestimmten Voraussetzungen auch eine Soforthilfe von bis zu 20.000 Euro gewährt werden. In besonderen Härtefällen können auch Schäden von weniger als 5.000 Euro pro Haushalt ausgeglichen werden.
Die Soforthilfen müssen nicht zurückgezahlt werden. Anträge können schriftlich bis zum 22. März gestellt werden und müssen durch Belege wie Quittungen oder Rechnungen nachgewiesen werden.

Ausblick

Umweltminister Christian Meyer wies darauf hin, dass aufgrund der Klimakrise mit einer Zunahme von Extremwetterereignissen zu rechnen sei. Im Jahr 2023 war der Dezember in Niedersachsen der nasseste Monat seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Das Land will deshalb weiter verstärkt in den Hochwasser- und Küstenschutz investieren, um Leben und Sachwerte der Menschen zu schützen.

Fazit

Die Soforthilfen des Landes Niedersachsen sollen Privatpersonen unterstützen, die durch das Hochwasser in eine akute Notlage geraten sind. Die finanzielle Unterstützung dient der Überbrückung vorübergehender akuter Notlagen in den Bereichen Unterkunft und Lebensunterhalt. Die Höhe der Soforthilfe richtet sich nach der Höhe des entstandenen Schadens. Anträge können schriftlich gestellt werden und sind durch Belege nachzuweisen. Das Land plant auch weiterhin in den Hochwasser- und Küstenschutz zu investieren, um zukünftige Schäden zu minimieren.

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