Adidas übertrifft eigene Prognose – Währungseffekte belasten 2024

Adidas übertrifft eigene Prognose, aber Währungseffekte belasten 2024

Der Sportartikelkonzern Adidas hat im Jahr 2023 besser abgeschnitten als erwartet, allerdings belasteten negative Währungseffekte das Unternehmen. Die Aktie gab nach Veröffentlichung der vorläufigen Zahlen deutlich nach.

Überdurchschnittliche Ergebnisse im Jahr 2023

Adidas hat im vergangenen Jahr die eigene Prognose übertroffen. Das Betriebsergebnis sank allerdings von 669 Millionen Euro im Vorjahr auf 268 Millionen Euro. Dennoch war dieser Rückgang besser als erwartet, da das Unternehmen zuvor einen Verlust von 100 Millionen Euro prognostiziert hatte.
Dazu beigetragen haben die Verbesserung des operativen Geschäfts um rund 100 Millionen Euro und die Entscheidung, Restbeträge aus der Partnerschaft mit dem umstrittenen Rapper Kanye West nicht abzuschreiben. Stattdessen sollen diese Restbestände zumindest kostendeckend verkauft werden. Die Abschreibungen belaufen sich laut Adidas nur noch auf einen niedrigen zweistelligen Millionenbetrag.

Umsatzrückgang und negative Währungseffekte

Der Umsatz von Adidas ging im Geschäftsjahr 2023 um fünf Prozent auf 21,4 Milliarden Euro zurück. Dieser Rückgang war vor allem auf negative Währungseffekte in Höhe von mehr als einer Milliarde Euro zurückzuführen. Insbesondere die Abwertung des argentinischen Peso im vierten Quartal belastete das Unternehmen. Währungsbereinigt lag der Umsatz jedoch in etwa auf Vorjahresniveau.
Zusätzlich zum Umsatzrückgang belastete die Einstellung des Yeezy-Geschäfts die Umsatzentwicklung im Vergleich zum Vorjahr mit rund 500 Millionen Euro. Die Umsätze mit dem Großhandel wurden durch den Abbau von Lagerbeständen deutlich reduziert.

Ausblick 2024

Für das Jahr 2024 erwartet Adidas erhebliche Herausforderungen durch negative Währungseffekte, die die Profitabilität des Konzerns beeinträchtigen werden. Darüber hinaus werden «Herausforderungen in Nordamerika» als weitere Belastung genannt.
Das Unternehmen prognostiziert für 2024 ein Betriebsergebnis von rund 500 Mio. € und erwartet ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Bereich. Die Umsatzprognose basiert auf der Annahme, dass die verbleibenden Yeezy-Bestände kostendeckend verkauft werden, was zu einem Umsatz von rund 250 Millionen Euro führen würde. Adidas geht davon aus, dass sich der Umsatz im Laufe des Jahres verbessern wird.

Reaktion der Aktienmärkte

Nach der Veröffentlichung der vorläufigen Zahlen fiel der Kurs der Adidas-Aktie auf der Handelsplattform Tradegate zunächst um 5,5 Prozent. Das Minus konnte jedoch auf 1,3 Prozent reduziert werden.

Schlusskurs

Adidas übertraf seine eigene Prognose, obwohl negative Währungseffekte das Unternehmen belasteten. Der Umsatz ging zurück, aber das operative Ergebnis war besser als erwartet. Für das Jahr 2024 erwartet Adidas weitere Herausforderungen, insbesondere durch negative Währungseffekte. Dennoch strebt das Unternehmen eine Verbesserung der Profitabilität an und rechnet mit einem währungsbereinigten Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Bereich. Der Aktienmarkt reagierte auf die vorläufigen Zahlen zunächst negativ, konnte die Kursverluste aber teilweise wieder aufholen.

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